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NWT

01. Dezember 2019 19:23
Servus,

allerhand lag die letzte Zeit bei mir quer.
So mußte das angefangene Projekt „NWT“ eben warten. Und bis es komplett vollzogen ist, wird die Lamitz noch allerhand Wasser hinunter fließen.

NWT = Direktion Nürnberg, Weißenstadt! Oder: zuletzt als DB-Strecke 425p, bei der „DieBahn“ als 5035 nummeriert, war auf dieser Nebenbahn im Dezember 1993 Pumpe.
Dank meines Zivildienstes 1991/1992 konnte das meiste des letzten Betriebes dort auf geschilderter Strecke für meinen Bedarf brauchbar dokumentiert werden.
Die letzten Zuckungen erlebte ich nicht mehr. Andere Themen waren wichtiger, tagesaktuell und weitaus interessanter.
Per Recherche im www kann jeder zum Thema der Nebenbahn mehr in Erfahrung bringen.

Von daher betrachten wir den Betriebsdienst von Martinlamitz beginnend. Es war so, dass zumindest während meiner Beobachtungsphase, Ladungen von Hof kamen,
und erst das für Martinlamitz bestimmte Zeug gestellt wurde. Und hernach die Wagen für „Ost“, „Stadt“ und Weißenstadt weiter zu befördern waren.


Hier macht sich 211 321 in Martinlamitz am 4.Mai 1990 nach Ankunft aus Hof mit Wagen für diesen Ort zu schaffen. „Von Haus zu Haus“-Behälter mit Koks für das Eisenwerk Martinlamitz EWM.
An den Gaswagen rechts kann ich mich nicht mehr so recht entsinnen. Vermute aber den Verbrauch in der Porzellanfabrik KRONESTER, die hier rechts über der Straße angrenzte.


Nachdem der Koks in Martinlamitz gestellt war, rumpelte die Fuhre das Mittlere Lamitztal hinauf nach „Ost“.
Hier beim Unterfahren der Bogenbrücke an der „Schnepfenmühle“, kurz vor dem Einfahrsignal des Bahnhofes.


Gerade aus Hof angekommen zeigte sich die Übergabe in Kirchenlamitz Ost am am 15.Mai 1992.
Bevor das Zerlegen begann, war erst mal Fahrwegkreuzung mit einem nach Hof hinunter fetzenden Zug. Das „Asig“ gen Hof reckte den Löffel nach oben.


Nach dem Umsetzen ins Hofer Streckengleis ging das Sägen munter weiter.


Zwei CSD-Wagen wurden erst mal an einem Stumpfgleis gestellt.

Dann drückte man zwei „Platten“ mit auffällig hell-beigen Granit ins Gleis der Steinverladung.


Weitere Wagen waren für den Stumpf in das Ende der 80er erst entstandene „größte Steinbearbeitungszentrum Europas“ zu drücken.
Ein 614 schickt sich an gen Marktleuthen/Marktredwitz nach Weiden zu fahren.

Hier sei mit zu erwähnen: Ab 1984 begann ich meine Lehre als Maschinenschlosser bei FICKERT KG in Schwarzenbach/Saale.
Jene Firma stellte unter anderem die damals größten Blocksägen für Stein auf der Welt her. 3,50 Meter im Durchmesser waren deren Sägeblätter.
Gegen Ende der 80er setzte immer mehr der Wirtschaftsdruck der billigen Italiener ein. Sei es mit Steinbearbeitungsmaschinen,
oder eben gefertigten Halbzeugen von dort mit diesem Gerät. Man versuchte dies unter anderem mit einem komplett neuen Betrieb durch den alteingesessenen
Steinverarbeitungsbetrieb REUL hier an diesem Ort. Lange war dem Unterfangen von KIEFER-REUL-TEICH kein Erfolg beschieden. Die Chinesen kamen
alsbald am Weltmarkt auf und setzten dem weltweit arbeitenden oberfränkischen Betrieb arg zu. 1996 war Schluß.
In dem Strudel war gegen Mitte 1993 bei meinem Ausbildungsbetrieb die nahende Insolvenz erkennbar. Dieser „Umbau“ der Granitregion Fichtelgebirge,
mit ihrem einstigen Imperien wie Grasyma, Vates, oder den Maschinenfabriken Meyer und Hensel in Bayreuth, überlebten die ganzen Firmen nur schwer
und damit die wenigsten, großteils nur in Teilen davon. Verbliebenes schloss sich in den 90ern zusammen und arbeitet noch heute z.B. in Marktredwitz.
Oben genanntes Steinbearbeitungszentrum war seither heute nur eine Lagerhalle mit LKW-„Anschlußbedienung“ und anmietbaren Lagerflächen.


Am 5.Mai 1989 war ich das erste Mal mit der Kamera vor Ort. Es sollte an sich mein Auftakt sein zu einer rigorosen Zeit der Dokumentation des Eisenbahnverkehres um Hof.
Das dem so nicht gerecht werden konnte, lag ab dem Umstand im Herbst 1989, das sich plötzlich das Hofer Hinterland öffnete.
Als hier 211 210 nach Ankunft aus Hof einer entgegenkommenden 3-fach Lz von 218ern entgegensah, war der völlige Umbruch der Politik in Deutschland noch nicht so recht zu sehen.


Der Wagen mit Langholz dürfte jedoch nach Weißenstadt mitgenommen worden sein. Entladung von Schnittholz gab es in Ost in der Regel nicht. Eher wurde Holz verladen.


Hier ist 211 321 mit dem Rangiergeschäft in Kirchenlamitz Ost fertig, und man mußte wieder rüber ins Hauptstreckengleis für die Weiterfahrt sägen.


211 018 hatte dies zum 17.Juli 1992 schon erledigt, und aufgrund sommerliche Hitze, und bevorstehender „händischer“ Sicherung des Bü in Niederlamitz
durch den begleitenden Rangier blieb jener das kurze Stück gleich am Tritt in warmer Sommerluft stehen.
Als erhöhter Fotostandpunkt diente ein Baum. Rechts hinten das „Blockmeer“ aus Granit.


Gleiche Stelle wie zuvor: 211 284 am 9.März 1992 zieht aus Ost nach „Stadt“ davon.
Der Bewuchs links und rechts des Gleises war normal, und gut von der Bm in Zaum gehalten.

Die Fortsetzung dieses Themas soll ! folgen.

Gruß,
malo
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

NWT

malo 990 01. Dezember 2019 19:23

Re: NWT

StefanJ 328 05. Dezember 2019 12:20



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